Praxis für Körpertherapie     
Methoden der Körperpsychotherapie  & Traumapädagogik


Körperpsychotherapiemethoden                 Traumapädagogik                 Persönlichkeitsentwicklung



In meiner ambulanten Praxis für Körpertherapie arbeite ich auf der Ebene der Persönlichkeitsentwicklung.  Meine Angebote basieren auf den Methoden der Biodynamischen Körperpsychotherapie, Psychotraumatologie und Traumapädagogik.  In der körperorientierten Herangehensweise und Gesprächsarbeit werden die Entwicklung der Persönlichkeit und eigener Lösungen begleitet und gefördert sowie Fähigkeiten der Selbststabilisierung körperorientiert integriert. Themenbereiche innerhalb meiner Angebote können sein:

  • Beziehungsarbeit ->  die Beziehung zu sich selbst ist die wichtigste - Konfliktbewältigung im Bereich der persönlichen Entwicklung, Konflikte des Selbstwertes, der Beziehungsfähigkeit, der Nähe-Distanz-Regulation in Partnerschaften und familiären Beziehungen, Beziehungsdynamiken im Beruflichen
  • Herausforderungen bewältigen -> manche Themen brauchen mehr Zeit und Zuwendung - Störungen der Anpassungsfähigkeit in Lebensphasen der Veränderung, Trauer- und Verlusterfahrungen sowie Sinnfindung u. persönliche Neuausrichtung
  • körperorientiert -> körpertherapeutische und selbstregulative Methoden - im Bereich Stressverarbeitungsstörungen, Erschöpfungssyndrome,  chronische Schmerzen sowie im Speziellen für Frauen nach gynäkolog. Operationen mit Organverlust
  • Kurzzeitintervention/ Krisenintervention ->  Stabilisierung bei lebenspraktischen Krisen - z.B. durch Verlusterfahrungen, Trennungen, Konflikte, Überlastung am Arbeitsplatz, Arbeitsplatzverlust - Ziel ist die Verringerung einer überschaubaren Beeinträchtigung
  • Trauma zentrierte Fachberatung -> Körper-, Ressourcen- und Systemorientierte Traumapädagogik, Psychoedukation und Stabilisierung bei traumaspezifischen Belastungsreaktionen - Stabilisierung i.S. Überbrückung von Wartezeiten auf einen spezifisch ausgerichteten Psychotherapieplatz
  • traumasensible Beziehungsarbeit -> bei persönlichen Einschränkungen z.B. der Beziehungsfähigkeit, Nähe-Distanz-Regulation, Dysregulation von Emotionen u. Spannungszuständen in Körper und Nervensystem durch Bindungs- und Entwicklungstrauma - Methoden der Körperpsychotherapie, Förderung korrigierender Beziehungserfahrungen, ergänzend Traumapädagogik und Stabilisierungsarbeit 


Im klinischen Bereich für Psychosomatik arbeite ich im Bereich der körpertherapeutischen und krativtherapeutischen Methoden im Einzelgespräch, Kerngruppensetting und psychoedukativen Gruppen interdisziplinär und unter Supervision im Team von Ärzten, Psychologen und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen. Schwerpunkte sind:
• Bindungs- und Entwicklungstrauma, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen
• psychosomatische Störungen, Schmerzsyndrome, Burnout-Syndrome








Es braucht aufrichtige Begegnungen, Zugewandtheit und auch gesunde Grenzen, die prozessorientiert erforscht werden können. Körperorientierte Stabilisierung im Bereich Trauma:


Ein erster Schritt in die Trauma zentrierte Fachberatung 

kann Orientierung, Verstehbarkeit und Handhabbarkeit ermöglichen und damit eine erste Stabilisierung

Eine Traumafolgestörung benötigt neben der fachkundigen Psychotherapie eines speziell dafür ausgebildeten Psychotraumatherapeuten auch die Stabilisierungsarbeit auf der körperlichen und psychisch-seelischen Ebene, hier greift die Trauma zentrierte Fachberatung. Die traumaspezifische Psychoedukation in Kombination mit erlernbaren Stabilisierungstechniken sind wirksame Werkzeuge, als Hilfe zur Selbsthilfe. Es kann wesentlich sein zu verstehen, was mit dem Körper geschieht, wenn dieser unter Stress steht, bisher erlernte Kompensationsmuster (als psychische Fähigkeit der Stabilisierung) nicht mehr greifen und wie Hilflosigkeit überwunden werden kann.  


Die gemeinsamen Ziele von Traumafachberatung und traumasensibler Beziehungsarbeit in der Körpertherapie bestehen darin, KlientInnen dabei zu unterstützen, ihr bisheriges selbstdestruktives Verhaltens- und Kommunikationsmuster zu erkennen und sich davon distanzieren zu lernen. Die Hinwendung auf das Positive, eigene Stärken und Selbstwirksamkeit müssen wiedererlernt werden. Die Veränderungsarbeit bisheriger innerer negativen Denkmuster und Überzeugungen ist dabei wesentlich. Die Beziehungsarbeit ermöglicht neue korrigierende Beziehungserfahrungen. Desweiteren wird an der Verbesserung der Alltagsbewältigung und der Aktivierung von eigenen Ressourcen und Fähigkeiten gearbeitet. Jede hilfreiche neue Erfahrung möchte gefühlt im Körper Heimat findenKörperorientierte traumaspezifische Techniken haben zum Ziel das Nervensystem wieder flexibler zu machen, die Selbstregulationsfähigkeit zu aktivieren und die Erfahrungen real greifbar und fühlbar werden zu lassen.  Ein wesentlicher Bestandteil sind die traumaspezifische Psychoedukation und die stabilisierende Anteile-Arbeit auf der Inneren Bühne (Ego-State-Therapie/ Systemisches Mapping). Letztlich ist die Herstellung eines äußeren sicheren Lebensumfeldes und Helfernetzwerkes wichtig.










Es besteht die Möglichkeit 

den Weg zu verändern und eine neue Spur ins Leben

zu finden und zu gestalten











Informationen und Kosten

Sitzung pro Zeitstunde ( 60 Min.)

Online Sitzung pro Zeitstunde (60 Min.)

110, - €   Praxistermin

100, - €   Videokonferenz

Orientierungsgespräch
Trauma zentierte Fachberatung

100, - €   

   90, - €                    


In meiner Praxistätigkeit ist Ihre Anfrage und die 'telefonische Kurzberatung vorab' kostenfrei. Wenn Sie mich kontaktiert haben, können wir zunächst ein erstes Orientierungsgespräch vereinbaren. Dieses dient zu Ihren Themen bezogen als Orientierungshilfe und einem ersten sich gegenseitigen Kennenlernen. 


Danach können Sie sich entscheiden, ob eine weitere Zusammenarbeit für Sie sinnvoll und unterstützend sein kann. In der Regel folgen nach dem Orientierungsgespräch 3 Sitzungen zum vertieften Kennenlernen. Sobald Sie sich nach dem ersten Orientierungsgespräch für eine nächste Sitzung entscheiden, also zu Beginn unserer Zusammenarbeit schließe ich mit Ihnen eine Vereinbarung ab, in der die formalen Grundlagen unserer Zusammenarbeit dargelegt und geregelt sind.


Wieviel Zeit es braucht, ist individuell und richtet sich aus nach Ihrem Anliegen. Selbstentwicklung und Veränderung brauchen ihre Zeit. Sie können alternativ eine Kurzzeitbegleitung nutzen, um einen ersten Überblick zu Themen zu erhalten und erste Schritte in eine Stabilisierung gehen.  Eine Kurzzeitbegleitung eignet sich auch als Überbrückung von Wartezeiten auf einen spezifisch ausgerichteten Psychotherapieplatz. Gemeinsam besprechen wir die Möglichkeiten, die für Sie sinnvoll und für Ihr Thema angemessen sind: 

- ein Beratungsgespräch (1 Sitzung)

- eine Kurzzeitbegleitung (3 Sitzungen zuzügl. 1 Abschlusssitzung)

- für vertiefende Themen in der persönlichen Entwicklungsarbeit (10 Sitzungen zuzügl. 1 Abschlusssitzung)

Hinweis: Aktuell (2026) biete ich ausschließlich Beratungen und Kurzzeitbegleitung an.


Meine Klienten sind Selbstzahler innerhalb meiner ambulanten Praxistätigkeit. Dies hat auch Vorteile, es fördert die Selbstverantwortung und Selbstbestimmung für die eigenen Entscheidungen. Im bewussten Umgang mit Ihren Möglichkeiten und Grenzen sowie im Ausloten von Vertrauen in der Arbeitsbeziehung, sind Sie vollumfänglich unterstützt. Sollten die Kosten Ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigen, sprechen Sie mich gerne an. Es gibt herausfordernde Situationen, die auch Lösungen gestalten können, z.B. können die Abstände der Sitzungen individuell vereinbart werden. Innerhalb der Traumafachberatung ist nach vorheriger Anfrage einmalig ein soziales Honorar möglich. Meine Angebote beinhalten keine Psychotherapeutische Heilkunde/ keine Abrechnung mit Krankenkassen.









Inhalt und Gestaltung einer Sitzung


Die Sitzungen orientieren sich inhaltlich und in den Methoden
an Ihrem Anliegen und können gestaltet werden als

• Gespräch und verstehendes Erkennen
• systemische Verstrickungen in Beziehungen beleuchten
• systemisches Mapping/ mit dem Inneren Team arbeiten
• Techniken zur Selbststabilisierung erlernen und praktizieren

• innere Sicherheit aufbauen und Selbstberuhigung üben
• neue Sicht- und Handlungskompetenzen entwickeln

• eigene Fähigkeiten und Ressourcen erkunden und integrieren
• Körperwahrnehmung und Ausdruck der Bedürfnisse erforschen
• sich in Bewegung, Körperübungen und Berührung erfahren
• Selbstbestimmtheit und Abgrenzung experimentieren
• korrigierende Beziehungserfahrungen reflektieren
• über Achtsamkeitspraxis im Körper Heimat finden

• Erfahrungen neu einordnen und verankern

• Abschied und Neuausrichtung gestalten














Seminarangebote

Seminare 'Persönlichkeitsentwicklung'  mit Methoden der Körperpsychotherapie

>>>  aktuelle Angebote auf dieser Website


Seminare mit Methoden der Körperpsychotherapie
Europäischen Schule für Biodynamische Psychologie©Körperpsychotherapie
>>>  https://biodynamik.de/ausbildung/      >>> https://biodynamik.de/weiterbildung/      >>> https://biodynamik.de/trainings-for-professionals      



Fortbildungsseminar 'Berührung und Beziehung in der Körperpsychotherapie'

08. -09. Juni 2024                Seminar Ort:  Ulm   hat bereits stattgefunden 

Methoden: biodynamische traumasensible Körperarbeit und Beziehungsarbeit
Zielgruppe: PsychotherapeutInnen, KörperpsychotherapeutInnen, Coaches, KollegInnen aus sozialen Berufen 

im nahen Kontakt mit Menschen sowie ehemalige Studenten der Biodynamischen Körperpsychotherapie.     

Seminarkosten pro Teilnehmer: 225 EUR  

                                                 

Weitere Informationen Anfrage/ Anmeldung per E-Mail :    anmeldung@biodynamik.de      

https://biodynamik.de/trainings-for-professionals     

Seminar Ort:  Haus am Fluss im Stadtregal Ulm

Magirus-Deutz-Straße 2
89077 Ulm-Söflingen











Methoden kurz erklärt

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Psychotraumatologie/Traumapädagogik/Traumatherapie (KReST-Modell)

In Anlehnung an die Qualitätsstandarts der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT),  weiterentwickelt durch FA Lutz Besser (www.zptn.de) zum KReST-Modell, nach derzeitig international anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Neurobiologie, Bindungstheorie, Stress- u. Psycho-Traumaforschung. 


Ziele der Arbeit mit dieser Methode können sein die Kontrolle über Psyche und Körper wiederzugewinnen, nachdem traumatische oder lang anhaltend stressbesetzte Lebenssituationen ihre Spuren hinterlassen haben. Denn Handlungsimpulse und Erregungszustände können im sogenannten „Trauma-Gedächtnis“ gespeichert und in gegenwärtigen Situationen durch sog. Triggerreize unkontrolliert wiederbelebt werden.


Die Screentechnik nach dem KReST-Modell (Körper-, Ressourcen- und Systemorientierte Traumakonfrontation) ist eine von Lutz Besser weiter entwickelte differenzierte und effektive Form der Traumabearbeitung und -integration, eine Bildschirmtechnik zur distanzierten Betrachtung belastender Lebensereignisse im Sinne einer dosierten Traumaexposition/ Traumasynthese, in der sehr präzise die körperliche Ebene entlastend miteinbezogen wird. Die Screentechnik wird auch zur Ressourcenmobilisation- und integration eingesetzt.


In der Trauma sensiblen Beziehungsarbeit kann dies  die Erfahrung öffnen, vom Überlebensmodus zurück ins Leben zu gelangen: z.B. mehr selbstbestimmt sein, Emotionen regulieren können sowie spürbar mehr Lebenskraft und Handlungsfähigkeit zur Verfügung zu haben. Vor allem auch ein Wiedererlangen von Vertrauen und Bindung über neue korrigierende Beziehungserfahrungen. Stabilisierungs- und Ressourcenarbeit sowie traumaspezifische Psychoedukation sind wesentliche Stabilisierungsfaktoren. Die Screen-Technik und Ego-State-Arbeit (Arbeit auf der Inneren Bühne) können hierbei unterstützen Distanzierungsfähigkeit zu erlernen, Erregungszustände zu verringern, die alte Erfahrung neu einzuordnen und zu integrieren.  Die traumasensible Beziehungsarbeit verwendet in der Regel Techniken ohne direkte körperliche Berührung. Für manche Klienten kann Berührung wieder zuzulassen eine Erfahrung sein, die zu einem späteren Zeitpunkt der gemeinsamen therapeutischen Arbeit kleinschrittig experimentiert werden kann, dann wenn Vertrauen und Selbstregulationsfähigkeit aufgebaut werden konnte.


Die Trauma zentrierte Fachberatung ist integriert in meine körpertherapeutische Arbeit. Sie bietet Menschen in belastenden Lebenssituationen ein Hilfsangebot, um sich über eine psychosoziale, traumazentrierte sensible Beratung, spezifische Psychoedukation, Stabilisierungs- und Ressourcenarbeit unterstützt zu stabilisieren. Darüber hinaus ermöglicht dies auch die psychoedukative Beratung von Angehörigen im Umgang mit Traumatisierungen. Die Traumafachberatung beinhaltet keine heilkundlichen Therapieangebote.  



 







Biodynamische Psychologie©/ Körperpsychotherapie  (Gerda Boyesen Methode)

wurde von der norwegischen Dipl. Psychologin Gerda Boyesen entwickelt und ist eine tiefenpsychologisch fundierte körperorientierte Psychotherapie mit ganzheitlichem und humanistischem Ansatz, von der Europäischen Gesellschaft für Psychotherapie (EAP) als tiefenfundierte körperpsychotherapeutische Methode anerkannt.


Die Körperpsychotherapie kann als körperorientierte Psychotherapie und/oder als körperorientierte Methode/Körpertherapie zur Selbsterfahrung und Selbstentwicklung der Persönlichkeit verstanden werden. Man kann auf beiden Ebenen Themen bezogen und konfliktlösend arbeiten. Eine Grundannahme der Körperpsychotherapie ist, dass alle Erfahrungen in unserer Entwicklung in irgendeiner Form verkörpert sind. Der ganze Organismus wird darüber hinaus als fähig zur Selbstregulation betrachtet. Unvollständig verarbeitete Erfahrungen können durch den Ausdruck von z.B. Selbstwertproblemen, Schmerzstörungen, sich ausgebrannt fühlen...u.a. sichtbar werden. 


Ziele der Arbeit mit dieser Methode können sein, die persönliche Entwicklung fördern und einschränkende Erfahrungsmuster verändern. So richtet sich die Methode bedürfnisorientiert und körperorientiert aus, durch Wahrnehmung, Klärung, Reifung in der Bearbeitung persönlicher Themen. Als eine ganzheitliche Methode unterstützt sie die Persönlichkeitsentwicklung, stärkt individuelle Ressourcen und Potentiale und beinhaltet in Anlehnung entwicklungspsychologischer Aspekte die Innere-Kind-Arbeit.


Die Biodynamische Körperpsychotherapie verbindet rperorientierte Arbeit und Methoden der Gesprächsarbeit. Sie ermöglicht dadurch, die Beziehung zwischen Körper und Psyche im Zusammenhang mit aktuellen Themen oder zurückliegenden belastenden Erfahrungen zu erforschen, die Stressbelastung zu reduzieren, dysfunktionale Denk- und Bewertungsmuster zu verändern sowie alternative Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und zu verkörpern. 


Die Biodynamische Massage beinhaltet strukturierte Massagetechniken und ist ein weiterer Aspekt der Biodynamischen Körperpsychotherapie und der Körpertherapie in der Persönlichkeitsentwicklung. Der Umgang mit Berührung, mit Nähe und Distanz, mit Loslassen und Hingabe sowie sich abzugrenzen sind Themen, die selbstbestimmt körperorientiert erforscht werden können. 


Die körperorientierte Herangehensweise kann zur Verarbeitung belastender Erfahrungen, dem Abschließen von Erfahrungszklen und deren Integration beitragen. Die Massagetechniken können auf der körperlichen und vegetativen Ebene stressreduzierend, ausgleichend  und haltgebend unterstützen. Im Speziellen ist die biodynamische Massage- und Körperarbeit geeignet für Frauen nach gynäkologischen Operationen mit Organverlust. In der achtsamen körperorientierten Herangehensweise kann ein neues körperliches Verständnis von Vertrauen und Identität in sich selbst erfahrbar werden. Der Körper trägt die Last der Erfahrungen und auch die Ressourcen für die Verarbeitung und Integration.










Energetik

In der Energetik geht es um ein Herausklären von Belastungen im physischen Körper und in den dazugehörigen feinstofflichen Körpern. Ich arbeite hier ergänzend klärend mit geistig-energetischen Techniken sowie mit Massagetechniken der Biodynamischen Körperpsychotherapie, um Ursachen auch auf einer feinstofflichen Ebene mit aufzulösen zu können.  



Die energetische Herangehensweisen werden als wohltuend erfahren, innere Spannungen können sich mehr lösen und die Selbstregulationsfähigkeit kann sich aktivieren. Die Dipl. Psychologin Gerda Boyesen (Begründerin der Biodynamischen Psychologie/Körperpsychotherapie) benannte die seelischen dynamischen Strömungen als die dazugehörigen energetischen Kräfte, die über das Körperliche ihren Ausdruck finden. Sie beschrieb diesen Vorgang als negativ wirksame Stoffwechselrückstände, die sich energetisch im physischen und feinstofflichen Körper auswirken und dort auch wieder aufgelöst werden können. Blockaden in Form von chronischen Muskelverspannungen, Haltungsveränderungen, verfestigten Gefühls-, Gedanken- und Charaktermustern können hier aus der Sicht der Körperpsychotherapie zugeordnet werden.



In dem ganzheitlichen Verständnis das der Körper, die Psyche und die Seele eine Einheit bilden und in Wechselwirkung miteinander sind (geistig, energetisch und themenbezogen), werden unvollständig verarbeitete emotional belastende Erfahrungen auf verschiedenen Ebenen des Körpers gespeichert, als auch in den dazugehörigen feinstofflichen Feldern, die den physischen Körper umgeben und durchdringen und beeinflussen. In einer Dysregulation können selbstregulative Heilungsprozesse eingeschränkt sein und das Nervensystem in einer chronischen Anspannung verbleiben.











Hilfreiches 


Zur Selbstanleitung eine Imaginationsübung 'Der Innere Sichere Ort' als Hilfe zur Selbsthilfe und Anker in unruhigen Zeiten. Diese traumaspezifische Technik zur Selbststabilisierung kann auch innerhalb einer Körpertherapiesitzung unterstützend nachhaltig integriert werden.











Allgemeine Informationen


Informationen zu Trauma und Belastungsreaktionen
Nach einem unvorhersehbarem traumatischen Ereignis von extrem belastendem Ausmaß (Unfall, schwere Krankheit, Gewalterfahrung u.a.) kann eine akute Belastungsreaktion auftreten und sich zu einer Posttraumatischen Belastungsstörung (Trauma Typ 1) weiter ausbilden. In einigen Fällen können diese Reaktionen sogar erst Jahre später auftreten oder in Folge einer langanhaltenden Belastungssituation von starkem Ausmaß, die ohne adäquate Lösung geblieben ist und nicht ausreichend verarbeitet werden konnte. Die Auswirkungen von Bindungs- und Entwicklungstraumata (Trauma Typ 2), die über einen längeren Zeitraum innerhalb der kindlichen Entwicklungen entstehen können, werden nicht selten erst im Erwachsenenalter erkannt.


Schocktrauma/ Posttraumatische Belastungsstörung PTBS  - Trauma-Typ 1

Entstehung nach einem unvorhersehbaren Ereignis von extrem belastendem Ausmaß
Belastungsreaktionen können sein:
• Interessensverlust an bisher stabilisierenden sozialen Aktivitäten
• Verlust von Selbstvertrauen in eigene Fähigkeiten
• verminderte Konfliktbewältigungsfähigkeiten
• anhaltend verminderte Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit

• verminderte Selbstregulationsfähigkeit von Spannungszuständen

• Emotionale Starre, Leere
• anhaltendes Gefühl von wie betäubt sein
• Hochsensibilität, Schreckhaftigkeit
• Reizbarkeit, Vertrauensverlust
• körperliche Taubheitsempfindungen
• sich selbst oder die Umgebung wie im Nebel wahrnehmend
• Hyperaktivität, gedankliche u/o körperliche Unruhe
• Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Erinnerungsstörung
im Vordergrund stehen Ängste, Flashbacks, Albträume
• Vermeidung von (Trigger) Situationen die an das belastende Erlebnis erinnern




Bindungs- und Entwicklungstrauma/ oder K-PTBS - Trauma-Typ 2

Entstehung einer Bindungsverletzung innerhalb eines längeren Zeitraumes in der kindlichen Entwicklung
Ein Bindungstrauma ist eine Bindungsverletzung durch Bezugspersonen welche in der Kindheit stattgefunden hat und nicht verarbeitet werden konnte. Störungen i.S. von Bindungsverletzungen in der Eltern-Kind-Interaktion können durch Überforderung oder Krankheit der Eltern verursacht werden (z.B. durch Persönlichkeitsstörungen, Depression, Alkohol- u. Drogen-Missbrauch, eigene erlernte dysfunktionale Beziehungsstile oder unverarbeitete Traumatisierung der Eltern). Die Bindungsverletzungen die ein Kind dadurch erfährt können vielfältig sein:


• Eine unsichere, desorganisierte also toxische Bindung liegt vor, wenn die Eltern-Kind-Interaktion seitens der Eltern (Bindungsperson) z.B. durch Beschämungen/ Abwertungen des Kindes, psychisch oder körperlich missbräuchliche Strukturen u/o durch eine verzerrte sich widersprechende, paradoxe Kommunikation mit Doppelbotschaften (double-bind) gekennzeichnet ist und sich beängstigend, unverstehbar und unberechenbar für das Kind anfühlt.
• Entwicklungs- und Bindungstrauma gehen meist miteinander einher, so kann auch ein "Zuwenig" an Bindung zu einer Traumatisierung d.h. zu einer Bindungsverletzung und Entwicklungstörung führen. Zum Beispiel wenn zu wenig Empathie, Kontakt, Nähe und Fürsorge stattgefunden hat. Das bedeutet in der Folge zu wenig Bindung, positive Resonanz und Spiegelung, in der Folge keine sichere soziale Beziehung, Bindung und Entwicklung des Kindes durch fehlende Co-Regulation.
• Die emotionale Vernachlässigung bedeutet eine noch tiefgreifendere Erfahrung von „Zuwenig“ an gesunder Resonanz, Beziehung und Bindung, die ein Kind an aufrichtiger Zuwendung, Liebe, Verständnis, Mitgefühl, Spiegelung der Gefühle, Grenzen und Schutz nicht erhalten hat. Manchmal ist das schwer zu erkennen, da es dem Kind körperlich an nichts gefehlt hat. Zudem bildet ein Kind sogenannte Bewältigungs- und Überlebensmuster aus, die als eine Art Kompensation des Erlebten mit schützender Funktion dienen. Im Erwachsenenalter zeigen sich diese Muster häufiger in einer verzerrten Selbstwahrnehmung und in einer dysfunktionalen Beziehungsgestaltung, in stärkerer Ausprägung auch in der Ausbildung von Persönlichkeitsstörungen oder Depression.
• Wenn die Eltern selbst unverarbeitete unbewusste Traumata in sich tragen, kann sich dies ebenfalls toxisch auf die Eltern-Kind-Interaktion auswirken. Ein Generationsübergreifendes Trauma bedeutet die Übertragung von traumatischen Erfahrungen und deren Auswirkungen der Angehörigen einer Generation auf die Mitglieder einer nachfolgenden Generation, wobei es sich in der Regel um ein unbeabsichtigtes, oft unbewusstes Geschehen handelt.

Gewalterfahrungen und Missbrauch können als Traumafolgestörung eine K-PTBS ausbilden (komplexe Traumafolgestörung)


Belastungsreaktionen können sein:

• soziale Unsicherheit
• diffuse Traurigkeit

• Hyperarausel/ Emotionsüberflutung/ verminderte Selbstregulationsfähigkeit

• Trigger (auslösende Merkmale für Stressreaktionen) ausschließlich vergangenheitsbezogen

• Hypervigilanz, Menschen und Umgebung  ununterbrochen scannen

• zunehmende Isolierung

• Gefühl von Nichtdazugehörigkeit

• sich einsam fühlen unter Menschen

• Schwierigkeiten in der Nähe-Distanz-Regulation

• Vermeidungsstrategien

• vermindertes Selbstvertrauen

• Unterwerfung, Abhängigkeit in Beziehungen

• Misstrauen

• On-Off-Beziehungsmuster/ Ängste nahe Bindung einzugehen

• psychosomatische Probleme

• die innere und die äußere Welt können nicht mehr

    als ein sicherer Ort wahrgenommen werden

im Vordergrund stehen vermehrt Dissoziation von Wahrnehmung, Körper und Gefühlen

    De-realisation und De-personalisation, chronische dissoziative Ausprägungen


Diese und weitere allgemeine Informationen finden Sie auch in öffentlichen Beratungsstellen im Landkreis/Stadt in der Nähe zu Ihrem Wohnort wie z.B. Sozialpsychiatrischer Dienst oder Traumahilfezentren.