Praxis für Körpertherapie
Biodynamische Psychologie . Psychotraumatologie


Die 3 Bereiche meiner Arbeit - Angebote - Methoden


PersönlichkeitsEntwicklung

Meine Arbeit basiert auf tiefenpsychologischem und entwicklungspsychologischem Hintergrund. Ich arbeite ambulant auf der Ebene der Persönlichkeitsentwicklung mit Körperpsychotherapiemethoden, therapeutischen Massagen u. tiefenfundierter Gesprächsarbeit sowie traumatherapeutischen Techniken.

Schwerpunkte: 

  • Beziehungsarbeit ->  die Beziehung zu sich selbst - im Bereich von Partnerschaften; familiären Beziehungen; als eigene Identitätsarbeit (auch Gender Identität); Biografiearbeit;  bei Beeinträchtigung der Persönlichkeitsentwicklung durch belastende Erfahrungen
  • Krisenbewältigung -> in persönlichen Entwicklungs- u. Umbruchphasen sowie spirituellen Wachstumsprozessen; Belastungs- und Konfliktreaktionen, Trauer, Erschöpfungs- und Überforderungssyndrome (Burn-out) 
  • Stabilisierung u. Ressourcenarbeit -> Vermittlung von Methoden zur Selbsthilfe;       ressourcenorientierte innere Kind-Arbeit; Aufstellungsarbeit auf der inneren Bühne
  • körperorientiert unterstützend -> im Bereich psychosomatische Störungen und Stressverabeitungsstörungen wie z.B. Erschöpfungssyndrome, Schmerzsyndrome



Prävention

Schwerpunkte:

  • Achtsamkeitspraxis, Meditation, biodynamische Körperarbeit und Entspannungsverfahren zur Stressbewältigung
  • Einzelarbeit und Gruppenangebote



Psychosomatik

1. In der Psychosomatik arbeite ich im Bereich der körperpsychotherapeutischen und traumatherapeutischen Verfahren in der Klinik - z.Zt. Heiligenfeld Klinik Uffenheim

Schwerpunkte:

  • Bindungs- und Entwicklungstraumata
  • Depression, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, PTBS
  • psychosomatische Störungen, Schmerzsyndrome, Burnout-Syndrome


2. Psychosomatik in der Frauengesundheit im Bereich operative Gynäkologie und gynäkologische Onkologie, Organverlust 

  • frauenspezifische körperorientierte Verfahren zur Nachsorge und Neuorientierung
  • ambulante Einzel- und Gruppenangebote

 


Information

Meine KlientInnen sind Selbstzahler innerhalb meiner ambulanten Praxistätigkeit und Seminarangeboten.

Kosten:

körpertherapeutische   Einzelarbeit   (60 Min./90 Min.) 90,- € /115,- € 
körpertherapeutische   Massagen       (60 Min./90 Min.)  90,- € /115,- €
 

In der ambulanten Praxistätigkeit ist die telefonische Kurzberatung kostenfrei. Die Arbeit beginnt nach einer ausführlichen Beratung im Erstgespräch und einer klaren Vereinbarung (mündlich oder schriftlich) zwischen Therapeutin und KlientInnen zu den Rahmenbedingungen (Ort, Zeit, Dauer, Abrunden/Beenden, Vergütung, Individuelles). Soziales Honorar und Abstände der Sitzungen nach Vereinbarung - sprechen Sie mich gerne an für individuelle Informationen. Die ambulante Arbeit gestaltet sich auf der Ebene der Persönlichkeitsentwicklung.

In die Klinik kommen die KlientInnen durch die Überweisung ihres Behandlers - hier sind Sie im Rahmen einer psychosomatischen stationären Krankenhausbehandlung, die Abrechnung erfolgt über Ihre Krankenkasse. Meine Arbeit in der Klinik mit körperpsychotherapeutischen und traumatherapeutischen Verfahren erfolgt im Kontext eines interdisziplinär arbeitendem Team aus Ärzten, Psychologen und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen.




Die Methoden

1. Psychotraumatologie/Traumatherapie KReST-Modell (n. Lutz Ulrich Besser) in Anlehnung an die derzeitigen international anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Neurobiologie, der Bindungstheorie sowie der Stress- und Psycho-Traumaforschung.

Ziel der Traumatherapie ist die Kontrolle über Psyche und Körper wiederzugewinnen – nachdem traumatische oder lang anhaltend stressbesetzte Lebenssituationen ihre Spuren hinterlassen haben. Denn Handlungsimpulse und Erregungszustände können im sogenannten „Trauma-Gedächtnis“ gespeichert und in gegenwärtigen Situationen durch sog. Triggerreize unkontrolliert wiederbelebt werden.

In der traumasensiblen Beziehungsarbeit kann dies  die Erfahrung öffnen, vom Überlebensmodus zurück ins Leben zu gelangen: z.B. mehr selbstbestimmt sein, Ängste reduzieren und Emotionen regulieren können sowie spürbar mehr Lebenskraft und Handlungsfähigkeit zur Verfügung haben. Vor allem auch ein Wiedererlangen von Vertrauen u. Bindung über neue wohltuende Erfahrungen, korrigierende Beziehungserfahrungen sowie Stabilisierungs- und Ressourcenarbeit. Diese Methode beinhaltet eine sanfte Traumakonfrontation als Screen-Technik, die nicht in jedem Fall angezeigt ist. Die Screen-Technik kann auch Ressourcen stärkend angewendet werden.


2. Biodynamische Psychologie©/Körperpsychotherapie und Körperarbeit (n. Gerda Boyesen) ist eine Methode, wo der ganze Mensch im Mittelpunkt steht - mit Körper, Geist, Psyche und Seele. Eine Grundannahme der Körperpsychotherapie ist, dass seelische Leiden in irgendeiner Form verkörpert sind und durch psychosomatische Symptome (z.B. Schmerzstörungen, Ängste, sich ausgebrannt fühlen...u.a.) sichtbar werden können. 

So richtet sich die Methode bedürfnisorientiert und körperorientiert aus, durch Wahrnehmung, Klärung, Reifung in der Bearbeitung persönlicher Themen. Dies braucht Zeit und Zuwendung. Als eine ganzheitliche Methode unterstützt sie persönliche Entwicklung, stärkt individuelle Ressourcen und Potenziale.

Die Biodynamische Körperpsychotherapie verbindet psychoanalytisches Herangehen und körperorientierte Arbeit. Sie ermöglicht dadurch, die Beziehung zwischen Körper und Psyche im Zusammenhang mit aktuellen persönlichen Themen oder zurückliegenden belastenden Erfahrungen zu erforschen, die Stressbelastung zu reduzieren sowie alternative Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Themen könnten sein:

"Wie kann ich meine Wahrnehmungsfähigkeit und Botschaften meines Körpers verstehen lernen sowie einen neuen Umgang damit entwickeln."

"Wie kann ich mehr meinen Bedürfnissen Raum geben, für mich sorgen und mehr Wohlbefinden für mich gestalten und erleben."

"Wie kann ich mehr Sicherheit und Vertrauen in mich und in meine Handlungsfähigkeit entwickeln und wachsen lassen."

"Wie kann ich üben in Beziehungen das Bedürfnis nach Nähe und auch Abgrenzung zu regulieren."

In Kombination mit Ansätzen aus der Psychotraumatologie/Traumatherapie ist meine Art der Arbeit auch eine traumasensible Beziehungsarbeit - hier arbeite ich überwiegend ohne direkte körperliche Berührung. In der ursprünglichen Biodynamischen Körperpsychotherapie und Körperarbeit ist die Berührung körperlich und seelisch ein wesentliches Instrument (hierzu ein Beitrag weiter unten). Die Gesprächsarbeit beinhaltet Selbstreflektion und Neueinordnung der Erfahrung der KlientInnen.


3.  Biodynamische Massage ist ein weiterer Aspekt und verwendet die Prinzipien der Biodynamischen Körperpschotherapie. Sie besteht im Wesentlichen aus strukturierten Körperbehandlungen. Der Umgang mit Berührung, mit Nähe und Distanz, mit Loslassen und Hingabe, aber auch damit sich abzugrenzen sind Themen, die erforscht werden können.

Diese sanfte Herangehensweise kann so zur Verarbeitung belastender Erfahrungen, dem Abschließen von Erfahrungszklen und deren Integration beitragen - und darüber ein neues körperliches Verständnis von Vertrauen und Identität in sich selbst erfahrbar werden lassen. Die Massagetechniken wirken auf der körperlichen und vegetativen Ebene stressreduzierend, ausgleichend  und haltgebend.




Wenn Sie sich noch tiefer einlesen und meine Arbeitsweise verstehen möchten, gebe ich im Folgenden noch Informationen.

Ansonsten stoppen Sie hier, manchmal ist weniger mehr.    




Der Körper als Haus und Werkzeug des Lebens

Was beinhaltet körperorientierte therapeutische Arbeit?

In der biodynamischen Körperpsychotherapie und Körperarbeit begegnen wir dem Körper, seiner Intelligenz u. Fähigkeiten im Sinne eines Körpergedächtnis. Darin enthalten seinen eigenen Heilungsmechanismen, Bedürfnissen, alten und neuen Empfindungen, Gefühlen, Erfahrungen sowie verkörperten Bewältigungsmustern.

Im unterstützten sich selbst zuwenden, Geschehen-lassen und im freien Ausdruck der inneren Impulse erfahren wir psychische u. energetische Prozesse als innere Bewegung u. Lebendigkeit. "Meine Gefühle wie Trauer, Wut, Freude u.a. wünschen sich in mir, dass ich sie wahrnehme, anerkenne und ausdrücke." Darin geschieht aufrichtige Begegnung. Eine Bearbeitung von unabgeschlossenen Themen und deren Integration werden möglich." 

Ziel ist es ein inneres Verbundseingefühl erfahrbar werden zu lassen - konkret emotionale Stabilität, Selbstwirksamkeit und unabhängiges Wohlgefühl  körperlich, psychisch und seelisch zu entwickeln. 

Die körperorientierte Herangehensweise kann ermöglichen auf körperlicher u. vegetativer Ebene tiefer zu entspannen, innerpsychische Konflikte zu bearbeiten und kreative Lösungsprozesse in Beziehung und Alltag anzuregen. Ein Ziel kann sein die eigene Beziehungsfähigkeit weiter zu entwickeln. Vom inneren Erleben gestalten wir in unsere äußere Welt, erfahren darin unsere Wirklichkeit, Lebenssinn und Identität.


Wie wirkt Körperarbeit und Körperpsychotherapie?

Dabei gibt diese Methode ihr Augenmerk auf die uns innewohnende körpereigene und vegetative Selbstregulationsfähigkeit, die in jedem Menschen angelegt ist. Sie betrachtet psychosomatische Zusammenhänge, d.h. die Wechselwirkung zwischen Psyche und Körper. "Wenn ich denke ich bin wenig wert, fühle ich dies auch - und im Körper wird es eine Entsprechung/Ausdruck dafür geben."

Die Selbstregulationsfähigkeit kann durch belastende Erfahrungen, deren Lösung und Integration bis heute unvollständig geblieben sind, gestört bzw. eingeschränkt funktionieren. Ursachen dafür können sein: anhaltende Stressituationen, unverarbeitete belastende Erfahrungen, Traumata und da heraus entwickelte Bewältigungsmuster. Wenn es keine Lösung gab, verbleiben Stresshormone und  Restspannung dauerhaft im Körper und das Erleben wird eingefroren. Mit der Zeit entstehen psycho-somatische Symptome, werden sichtbar als Hinweise.  Körperorientierte Therapie ermöglicht die Restspannung Schicht für Schicht herauszuklären und die Lebendigkeit wieder zu aktivieren. 

Auf diese Weise ermöglichen wir alten Verletzungen in die Heilwerdung zu gelangen, Vergangenes kann zu Vergangenheit werden, Raum für neue Erfahrungen sich öffnen.

Die körperorientierte Herangehensweise bietet hier einen geschützten Raum und Zeit, wertschätzende achtsame Begegnung, sie wirkt nachnährend und eignet sich neben therapeutischen Ansätzen eigene Themen zu bearbeiten ebenso zur Selbsterfahrung, Ressourcenfindung und Stressbewältigung, über selbstregulierende und selbstentspannende Methodeninhalte. 

Vor allem ist es die bedingungslose Liebe und Annahme in der Qualität aufrichtiger Begegnung, als Resonanzerfahrung auf sich selbst, worüber der Mensch zu neuem Vertrauen in sich selbst und seinem lebendigen Ausdruck ins Leben gelangt.

                        

Berühren und berührt werden bis ins Seelische hinein

Über den Körper, die Haut, den Tastsinn und das Fühlen ist der Mensch in Beziehung zum Leben. Körper und Gehirn bilden dabei eine Einheit und steuern den Körper, unsere Beziehung zu uns selbst und anderen und die Homöostase (Wohlgefühl). Gefühle und Empfindungen sind wie ein Barometer dafür, wie gut dieses innere Management gelingt.

Das Körpergedächtnis: beinhaltet die Zellinformationen (Epigenetik) und bewusste sowie unbewusste Erinnerungen, Empfindungen und Gefühle.

Unsere Haut: ist unser wesentliches Ausdrucksorgan, über uns selbst "wie ich mich fühle, wie ich bin, wie ich mich erlebe". Die Haut ist auch ein atmendes und antwortendes Resonanz- und Kontaktorgan "in Beziehung innen und nach außen" und die Brücke in die soziale Welt. Mit dem Tastsinn ertasten und erfahren wir unsere Welt und Wirklichkeit.

Über Berührung: lässt sich eine innere Türe öffnen, über den Hautkontakt Vertrauenserleben und Wohlgefühl aktivieren. Dies kann bedeuten ein "In-Kontakt-sein verbunden mit einem Wohlgefühl" erlebbar werden zu lassen. Dies geschieht über ein zentaktiles Nervennetz in der Mittelschicht der Haut, lässt uns emotional empfinden bei Berührung. Wesentlich ist hierbei die Qualität der Berührung, die als angenehm, achtsam, haltgebend empfunden wird.

Am Beispiel der Depression: wurde zum Aspekt der Berührung geforscht. Die Kernsymtomatik des an Depression leidenden Menschen ist die gesamte Verpanzerung des Sinnessystems (Anhädonie). Da heraus entsteht ein Symptombild einer verminderten Empfindungsfähigkeit und Wahrnehmung des Inneren des Körpers, als auch eine Kommunikationsstörung. "Ich empfinde nicht und kann es nicht äußern". Darüber verliert sich das in Bezug setzen von Körper und Seele mit dem Leben. Depressive Menschen äußern dies häufig als verlorenen Lebenssinn - die offene Gegenwart und Zukunft ist nicht oder nur eingeschränkt zugänglich.

Wenn wir uns vorstellen, das über Berührung ein Zugang "wie eine Türe nach innen" geöffnet werden kann, erhält die Köperpsychotherapie hier eine besondere Bedeutung, da sie neben gesprächstherapeutischen Ansätzen auch mit dem Nonverbalen in Kontakt treten kann. Das, was vielleicht noch keine Worte in uns  hat, oder Worte verloren hat, kann erlebbar und wieder fühlbar werden. Diese Erfahrung über unseren Körper wirkt wiederrum neuroblastisch auf unser Gehirn, d.h. neue neuronale Verbindungen und Erlebnisqualitäten entstehen.

Zielidee ist es: über Berührung das Nichtspüren unterlaufen zu können sowie wieder empfindungs- und kommunikationsfähiger zu werden. Das kann bedeuten: eine muskuläre Entpanzerung der Gefühle, eine Entsperrung der fixierten Vergangenheit und eine Öffnung, die die Gegenwart neu erlebbar werden lässt.

 

Biodynamische Körperarbeit
Impressionen.pdf (70.67KB)
Biodynamische Körperarbeit
Impressionen.pdf (70.67KB)